Donnerstag 25, Dezember, 2025

Von Diamanten zu Gipfeln: Mit der Fokker F28 “Fellowship von LOAN nach LOWI

Von Diamanten zu Gipfeln: Mit der “rauchenden” Fokker von LOAN nach LOWI

Ein Flugbericht über fehlenden Umkehrschub, Wiener Neustädter Industriegeschichte und die Frage: Passt ein 60er-Jahre-Jet in ein Tiroler Bergtal?

Servus Fliegerfreunde! Heute habe ich mir mal was ganz Besonderes gegönnt. Ich habe meine hochmodernen Airbu-sen (oder heißt es Airbi?) im Hangar gelassen, die Diamond-Fabrik in LOAN kurz gegrüßt und bin in die Fokker F28 Fellowship von Just Flight gestiegen.

Das ist Fliegen für echte Kerle (und taffe Damen)! In der F28 gibt es kein “Managed Hide-and-Seek” mit dem Autopiloten. Hier wird noch nach Gehör geflogen und die Triebwerke klingen beim Anlassen, als würde man einen Sack voll brennender Kaffeemühlen in einen Staubsauger werfen.


Die Homebase: LOAN – Wo Diamanten das Licht der Welt erblicken

Bevor wir die Triebwerke fluten, ein kurzer Blick aus dem Fenster. Wir stehen in Wiener Neustadt Ost (LOAN). Geschichte gefällig? Der Platz ist quasi der Vorgarten der 1981 gegründeten Diamond Aircraft Industries. Hier werden Flugzeuge gebaut, die so schick sind, dass man sie fast im Wohnzimmer parken möchte.

Dank der genialen Szenerie auf Flightsim.to sieht man die Werkshallen so detailliert, dass ich fast versucht war, kurz auszusteigen und zu fragen, ob sie mir meine F28 nicht aus Carbon nachbauen können. Kleiner Tipp: Wer LOAN ohne Add-On fliegt, verpasst die Seele der österreichischen Luftfahrt!

Technik-Talk: Die Fokker F28 “Fellowship”

Die F28 war der erste Jet von Fokker (Erstflug 1967) und ist der Urvater aller Regionaljets. Aber Achtung, jetzt kommt das technische Highlight für den Party-Smalltalk:

  • Triebwerke: Zwei Rolls-Royce Spey. Die wandeln Kerosin primär in Lärm und schwarzen Rauch um, Schub ist eher ein Nebenprodukt.
  • Kein Umkehrschub: Ja, ihr habt richtig gelesen! Die F28 bremst nicht mit den Triebwerken. Am Heck klappen zwei riesige Metallbacken auseinander (die Speedbrake), die den Flieger wie einen Anker im Wind halten.
  • Kurzstart-Wunder: Sie wurde für Plätze gebaut, die eigentlich zu klein für Jets sind. Perfekt für unsere Alpen-Tour!

Innsbruck (LOWI): Das Wohnzimmer der Alpen

Nach dem Start in LOAN ging es via VOR-Navigation Richtung Westen. Keine Magenta-Linie, nur Nadeln, die lustig hin- und herwackeln. Und dann kommt Innsbruck.

LOWI ist geschichtsträchtig (eröffnet 1948) und berüchtigt. Wer hier landet, braucht entweder Nerven aus Stahl oder eine sehr gute Versicherung. Der Anflug durch das Inntal ist wie Slalomfahren mit einem Bus. Man hat links und rechts Berge, die so nah sind, dass man den Bergsteigern beim Jausnen zuschauen kann.


Warum dieser Flug mein Highlight der Woche war:

  • Schweißperlen-Garantie: Wenn man in Innsbruck ohne Autothrottle den Gleitpfad sucht, merkt man erst, wie verwöhnt man von modernen Fliegern ist.
  • Der Brems-Schock: In LOWI die 26 runtergekommen, aufgesetzt, Hebel für den Umkehrschub gesucht… ach ja, gibt’s ja nicht! Heckklappe auf und gebetet.
  • Sound-Orgasmus: Das Pfeifen der Speys beim Durchstarten (nur simuliert, natürlich!) ist besser als jedes Heavy-Metal-Konzert.
  • Sightseeing: Von den Diamond-Hallen in LOAN bis zur Hungerburgbahn in Innsbruck – Österreich ist im MSFS einfach ein Augenschmaus.
  • Lerneffekt: Wer die F28 beherrscht, der fliegt einen A350 danach mit dem kleinen Zeh.

Fazit: Schnappt euch die Fokker, installiert euch die LOAN-Szenerie und zeigt den Alpen, was eine echte niederländische Lady am Kasten hat! Wir sehen uns am Funk.

Euer leidenschaftlicher (und leicht verschwitzter) Hobby-Pilot von zylmurbafi.at

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